Finanzordnung - SVGG Hirschlanden-Schöckingen

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Finanzordnung

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Finanzordnung

§ 1 Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit

1. Der Verein ist nach den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit zu führen.
2. Bei Auftragsvergabe müssen mindestens zwei Angebote zugrunde gelegen haben.
3. Der Kassenbestand ist auf ein notwendiges Minimum zu begrenzen.

§ 2 Gemeinnützigkeit, Abgabenordnung
Es dürfen weder Einnahmen noch Ausgaben getätigt werden, die der Satzung und dem Zweck des Vereins widersprechen oder die Gemeinnützigkeit gefährden.

§ 3 Vereinseigentum

1. Sämtliche im Eigentum des Vereins befindlichen Güter, Geldwerte und Schulden sind dessen Vermögenswerte. Dabei ist es gleichgültig, ob sie entgeltlich erworben wurden oder durch Schen-kung/Erbschaft dem Verein zufielen.
2. Zum Ende des Geschäftsjahres ist eine Inventur gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches vorzunehmen. Das daraus abgeleitete Inventarverzeichnis ist dem Vorstand mit dem Jahresab-schluss vorzulegen.
3. Zur Erfassung der Vermögenswerte (Inventar) sind vom Vorstandsmitglied mit Finanzverantwort-lichkeit Inventarverzeichnisse anzulegen. In diese Verzeichnisse sind alle Vermögenswerte aufzu-nehmen, die nicht zum Verbrauch bestimmt sind oder den Wert der nach steuerlichen Vorschrif-ten sofort abschreibbaren geringwertigen Wirtschaftsgütern übersteigen (2010: 400 €). Anzuge-ben sind:

• Anschaffungsdatum
• Bezeichnung des Gegenstands
• Anschaffungswert/Zeitwert, bzw. Buchwert
• Aufbewahrungsort
4. Vermögenswerte, deren Wert sich außerplanmäßig vermindert haben und ausgesondert werden müssen, sind mit Begründung anzugeben.
5. Besitz und Nutzung fremden Eigentums muss gesondert ausgewiesen werden.
6. Ausgesonderte oder überzählige Vermögenswerte sind möglichst gewinnbringend zu veräußern. Bei verschenktem Inventar ist der Grund anzugeben. Der Schenkung müssen zwei Vorstände zu-stimmen.
7. Ausleihungen von Inventar zu nicht vereinsfördernden Zwecken sind verboten. Ausgenommen hiervon sind die Biertischgarnituren, Zapfanlagen, Kühlschränke, Registrierkassen o.ä.. Für eine Ausleihung ist im Vorhinein ein entsprechender Antrag an die Geschäftsstelle zu stellen und die Leihgebühr sowie eine mögliche Pfandgebühr zu entrichten. Nach Genehmigung durch ein Vor-standsmitglied kann die Ausleihung vorgenommen werden. Bei der Rückgabe ist die Unversehrt-heit, Funktionalität und Vollständigkeit des Leihgutes durch die Geschäftsstelle oder einen Beauf-tragten zu überprüfen. Bei nicht rechtzeitiger Rückgabe, Verlust oder Beschädigung des Leihgutes ist der Mieter schadensersatzpflichtig. Über die Höhe der Miete und des Schadenersatzes ent-scheidet der Vorstand.

§ 4 Finanz- und Kassenführung
1. Für die Finanz- und Kassenführung ist das Vorstandsmitglied mit Finanzverantwortlichkeit zustän-dig.
2. Die Buchführung und Kassenführung hat nach den gesetzlichen Vorschriften zu erfolgen; sie kann auch an sachkundige Dienstleister beauftragt werden.
3. Die Einrichtung von Kassen muss das Vorstandsmitglied mit Finanzverantwortlichkeit genehmi-gen. Er überwacht deren Führung.
4. Über jede Einnahme und Ausgabe muss ein Beleg vorhanden sein.
5. Die Belege müssen den gesetzlichen Vorschriften hinsichtlich Adressat, Datum, Verwendungs-zweck und Ausweisung der Umsatzsteuer entsprechen.

§ 5 Bankkonten

Die Einrichtung von Bankkonten bedarf der Zustimmung per Unterschrift von zwei Vorständen.

§ 6 Zahlungsverkehr

1. Der Zahlungsverkehr ist möglichst bargeldlos und grundsätzlich über die Bankkonten des Vereins abzuwickeln.
2. Die rechnerische und sachliche Richtigkeit eines Belegs wird vom Auftraggeber ermittelt und durch Unterschrift bestätigt.
3. Die sachliche Richtigkeit des Vorgangs wird vom zuständigen Mitglied des Vorstands durch Unter-schrift bestätigt. Damit erfolgt die Anweisung zur Auszahlung.
4. Die Zahlungsanweisungen bedürfen grundsätzlich der Unterschrift zweier Vorstände. Jedes Vor-standsmitglied ist im Rahmen des Haushaltsplanes für Ausgaben bis zu einem Höchstbetrag von 500 EURO auch allein zeichnungsberechtigt. Hierüber hat der Vorstand einen einstimmigen Be-schluss zu fassen. Dieser gilt, bis er von einem Vorstandsmitglied widerrufen wird.
5. Zahlungsanweisungen dürfen nur im Rahmen der genehmigten Haushaltsmittel und satzungsge-mäßen Bestimmungen erfolgen.

§ 7 Beiträge und Gebühren
1. Beiträge werden gemäß Satzung und Beitragsordnung festgesetzt und erhoben.
2. Gebühren für Sport- und Freizeitangebote und die Kindersportschule sind vom Vorstand festzu-setzen. Der Einzug erfolgt über die Geschäftsstelle.

§ 8 Kostenerstattung
1. Den ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern des Vereins sind entstandene und nach-gewiesene Kosten (insbesondere Reisekosten, Tagegeldern, Auslagen etc.) nach den jeweils gülti-gen Beschlüssen des Vorstands zu erstatten.
2. Für die Erstattung sind einheitliche Formulare zu verwenden, die den steuerlichen Anforderungen entsprechen müssen.

§ 9 Ehrenamtspauschale und andere Vergütungen
Nach den entsprechenden Bestimmungen der Satzung können einzelnen oder allen ehrenamtlich Tä-tigen eine Ehrenamtspauschale im Rahmen der steuerlichen Höchstsätze gewährt werden. Die Dele-giertenversammlung kann ebenso andere Vergütungen beschließen. Entsprechende Beschlussvor-schläge sind der Delegiertenversammlung durch den Hauptausschuss vorzulegen. Abweichend hier-von entscheidet über die Höhe der Übungsleitervergütung der Hauptausschuss. Wenn im Beschluss der Delegiertenversammlung kein Auszahlungstag bestimmt ist, ist die Zahlung spätestens einen Monat nach dem Beschluss fällig.

§ 10 Rechtsgeschäfte und Rechtsverbindlichkeiten

Sofern in der Satzung nicht anderweitig geregelt, bleibt das Eingehen von Rechtsgeschäften und Rechtsverbindlichkeiten (z.B. Dauerschuldverhältnisse, Mietkosten, Trainerkosten, Spielerkosten) sowie Verpflichtungsermächtigungen (Rechtsgeschäfte, die zukünftige Haushalte belasten) dem Vor-stand vorbehalten. Über das Eingehen von Rechtsverbindlichkeiten und Verpflichtungsermächtigun-gen, die den Verein über das jeweilige Haushaltsjahr hinaus belasten, ist ein einstimmiger Vorstands-beschluss herbeizuführen.

§ 11 Haushaltsplan

1. Der Haushaltsplan wird vom Vorstand aufgestellt. Er wird dann der Delegiertenversammlung zur Genehmigung vorgelegt und von dieser mit einfacher Stimmenmehrheit genehmigt.
2. Die einzelnen Positionen des Haushaltsplanes sind im Rahmen des steuerlich zulässigen gegensei-tig deckungsfähig. Insbesondere ist darauf zu achten, dass keine gemeinnützigkeitsschädliche Mit-telverwendung und Rücklagenbildung durch Verrechnung vorgenommen wird.

§ 12 Jahresabschluss
1. Im Jahresabschluss sind die vollständigen Einnahmen und Ausgaben des Haushaltsplanes nachzu-weisen sowie die Vermögenswerte mit Übersicht und Verbindlichkeiten aufzuführen. Die Einnah-men und Ausgaben sind in vier Bereiche zu gliedern:
• Ideeller Tätigkeitsbereich
• Vermögensverwaltung
• Zweckbetrieb
• Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb.
2. Die Abteilungsleiter haben die Einnahmen und Ausgaben des betreffenden Rechnungsjahres so-wie die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und den Kassenbestand der Abteilungen rechtzeitig an das Vorstandsmitglied mit Finanzverantwortlichkeit zu melden.
3. Nach erfolgter Prüfung durch die Kassenprüfer berichtet das Vorstandsmitglied mit Finanzverant-wortlichkeit dem Vorstand über das Ergebnis. Der schriftliche Bericht der Kassenprüfer ist beizu-fügen.
4. Nach Überprüfung und Beschluss durch den Vorstand erfolgt die Bekanntgabe des Jahresab-schlusses in der Delegiertenversammlung.

§ 13 Kassenprüfung
1. Die Kassenprüfung erfolgt gemäß den Bestimmungen der Satzung. Sie kann jederzeit durch die gewählten Kassenprüfer vorgenommen werden und sollte bis zur Delegiertenversammlung eines jeden Jahres abgeschlossen sein.
2. Die Kassenprüfer überwachen auch die Einhaltung der Finanzordnung.

§ 14 Steuern
Für die steuerlichen Belange im Verein ist das Vorstandsmitglied mit Finanzverantwortlichkeit zu-ständig. Er ist für die termingerechte Abgabe der Steuererklärung(en) sowie der Zahlung der Steuern und Nebenleistungen beim Finanzamt verantwortlich. Hierbei kann sich der Vorstand durch sach-kundige Dienstleister unterstützen lassen.

§ 15 Einzelvollmacht

Die Vorstände können Dritten schriftlich Einzelvollmacht über einen festzulegenden Betrag im Rah-men des Haushaltsplanes zuweisen. Ebenso können die Vorstände Beschlüsse über Dauersachverhal-te fassen, die bis zum Widerruf gelten. Dies gilt nur für verfahrenstechnische Prozesse und finanzielle Fragestellungen, die nicht die Belange der Satzung und die Beitragsfestsetzung betreffen. Für die je-weilige Vollmachtserteilung bzw. Beschlussfassung über die Dauersachverhalte ist die Unterzeich-nung / Zustimmung von zwei Vorständen notwendig.

§ 16 Sonstige Bestimmungen

1. Alle Spendenaktionen und Sammlungen im Namen des Vereins oder einer Abteilung bedürfen der vorherigen Genehmigung des Vorstands.
2. Diese Finanzordnung gilt sinngemäß für die Abteilungen, sonstige Sport- und Bewegungsangebote sowie Freizeitgruppen und sonstige Vereinsbereiche.

§ 17 Inkrafttreten
Die Finanzordnung tritt gemäß Beschluss der Delegiertenversammlung vom 18.06.2010 sofort Kraft.

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