Vereinshistorie - SVGG Hirschlanden-Schöckingen

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Vereinshistorie

Verein

Chronik - Kurzfassung

Datum

Ereignis

28. Juni1947

Gründung des Sportvereins (im Gasthaus "Zum Rössle")
SportVereiniGunG Hirschlanden-Schöckingen
1. Vorsitzender+ Jugendleiter : Karl Zuberbühler
2. Vorsitzender: Heinz Käßmann
Schriftführer: Karl Schäuffele
Kassier: Hermann Gommel
Technischer Leiter: Kari Hekel

13. Juli 1947

Aufnahme Spielbetrieb der Fußballmannschaft

Ende 1947

Bau des Sportplatzes mit einer provisorischen Größe von 70 x 55 m

6. August 1950

Gründung der Abteilung Leichtathletik

2. September 1950

Baubeginn Erweiterung Sportplatzanlage durch Gottlob Steinbronn Es entsteht eine Spielfläche von 90 x 65 m und terassenförmig angeordneten Stehwällen

13. Juli 1951

Einweihung des neuen Sportplatzes

7. Mai 1954

Einweihung der Turn- und Festhalle Hirschlanden, später Umbenennung in Karl-Koch-Halle, nach dem Förderer des damaligen Bürgermeisters Karl Koch.

7. Mai 1954

Gründung der Abteilung Turnen

9. Mai 1956

Gründung der Abteilung Frauenturnen (heute Damengymnastik)

25. Juni 1961

1. Gaukinderturnfest in Hirschlanden, ausgerichtet durch die SVGG Das Mittagessen wird in Privathaushalten eingenommen

3. Juni 1961

Im Sitzungsprotokoll wird erstmals Turnen für Jedermann und Fußball für "Alte Herren" erwähnt

19. September 1964

Beginn der Bauarbeiten zur Erweiterung des Sportgeländes sowie Erstellung e1nes Gebäudekomplex Vereinsheim und Jugendräume sowie Dusche- und Umkleidetrakt

1. November 1967

Gründung der Jedermannsportabteilung; Übungsstunden finden heute noch an 3 Tagen der Woche statt.

21. September 1969

Einweihung des neuen Sportgeländes

12. Juli 1970

2. Gaukinderturnfest in Hirschlanden, ausgerichtet durch die SVGG.

1. Juli 1973

Gründung der Abteilung Tischtennis

3. November 1974

Einweihung des Tennenplatzes (Hartplatz)

5. Juni 1977

3. Gaukinderturnfest in Hirschlanden, ausgerichtet durch die SVGG. Die Verpflegung übernimmt das Technische Hilfswerk

24./25. Oktober 1981

1. Hirschlander Weinfest; Das Fest ist heute noch im Terminkalender des Vereins zu finden.

5. Juni 1986

Gründung der Abteilung Ski

18. Januar 1997

Gründung der Abteilung Tanzen

1. Mai 1995

Gründung der Abteilung Karate

1996/1997

Erste Überlegungen für ein Sport- und Freizeitzentrum als zentrales Sportzentrum für die Gesamtstadt Ditzingen

7. September 2001

Umwandlung des Tennenplatzes in ein Kunstrasenspielfeld als erste Maßnahme des Gesamtvorhabens "Seehansen"

25. Juni 2002

Namensgebung der Sporthalle im Kultur-Sozial- und Umweltausschuss: "Sporthalle Seehansen"

24. Juli 2002

Spatenstich für die Gesamtmaßnahme "Sportzentrum Seehansen"

16. Juni 2003

Einweihung des zweiten Kunstrasenspielfeldes

17./18. Juli 2004

Übergabe und Inbetriebnahme des Sport- und Freizeitzentrums Seehansen (Gesamtinvestition:7,5 Mio.EUR)

Herbst 2004

Im Zuge der Neueröffnung Seehansenhalle, wird Klettern angeboten

1. Juli 2005

KinderSportSchule (KiSS) wird im Verein angesiedelt

30. Juli 2005

Seehansenfest: Spaß und Unterhaltung für die gesamte Familie

Herbst 2005

Umbau Vereinsheim mit hoher Eigenleistung durch Vereinsmitglieder

Frühjahr 2006

und offizieller Einweihung im Oktober 2006
Gründung der Abteilung Volleyball
Gründung einer Basketballgemeinschaft mit den TSF Ditzingen

23./24. Juni 2007

4. Gaukinderturnfest in Hirschlanden ausgerichtet durch die SVGG

19.04.2016 Umbenennung der Abteilung Ski & Board in Ski & Bike

zusammengetragen von Petra und Joachim Hofmann

Die ersten 25 Jahre

Am 28. Juni 1947 trafen sich ca. 50 sportbegeisterte Hischlandener und Schöckinger Bürger
im Gasthaus „Zum Rössle", um über die Gründung eines Sportvereines zu beraten.

Die anschließenden Wahlen ergaben folgendes Ergebnis:
1. Vorsitzender Karl Zuberbühler
2. Vorsitzender Heinz Käßmann
Schriftführer Karl Schäuffele
Kassier Hermann Gommel
Technischer Leiter Karl Henkel
Jugendleiter Karl Zuberbühler

Im Protokoll zur Gründungsversammlung wurde festgehalten:

Der Name des Vereins lautet: Sportvereinigung Hirschlanden-Schöckingen.
Der Sitz des Vereins ist in Hirschlanden und das Vereinslokal bis auf weiteres das Gasthaus „Zum Rössle".

Der Beitrag wurde für Erwachsene auf 1,- RM (Reichsmark) und für Jugendliche auf 0,75 RM monatlich festgelegt.

Bereits am 13. Juli 1947 wurde der Spielbetrieb der Fußballmannschaft aufgenommen. In einem ersten Sichtungsspiel musste man auf den Sportplatz nach Höfingen ausweichen, da der vereinseigene Sportplatz im ehemaligen Steinbruch, an der Heimerdinger Straße, noch nicht fertiggestellt war. Die folgenden Freundschaftsspiele mussten jeweils beim Gastgeber ausgetragen werden.
Zum Verbrandspielbetrieb, der im September 1947 aufgenommen wurde, stellten die Schöckinger Landwirte in der „Wasserhälde" ihre Wiesen zur Verfügung. In der Zwischenzeit wurden die Bauarbeiten am Sportplatz durch Mitglieder und die Unterstützung der Hirschlandener Gemeindeverwaltung, unter Leitung von Gottlob Steinbromm, zu einer provisorischen Größe von 70 x 55 m vorangetrieben.

Bei der ersten Generalversammlung am 16. April 1948, wurde mit Karl Hekel ein neuer 1. Vorsitzender gewählt. Die Mitgliederzahl wurde mit 185 Personen bekanntgegeben. Anlässlich der Währungsreform, am 20. Juni 1948, mussten die Beiträge neu festgesetzt werde. Sie betrugen dann für Erwachsene über 18 Jahre 0,50 DM, für Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren 0,30 DM und für Jugendliche unter 15 Jahren 0,10 DM monatlich. Bei Fußballspielen wurde ein Eintritt von 0,50 DM erhoben.

Bald rührten sich die Damen, um es den Männern und Buben gleichzutun. Eine Damenhandball-Mannschaft wurde aus der Taufe gehoben. Das Traineramt und die Betreuung übernahm Eugen Hartmann. Leider hielt sich diese Abteilung, trotz intensiver Bemühungen von Eugen Hartmann, nicht sehr lange.

Der Jugendfußball wollte den Aktiven nicht nachstehen, so dass mit der C- und B-Jugend die ersten Freundschaftsspiele absolviert werden konnten.
Geselligkeit nach all den entbehrlichen Jahren war angesagt und bereits zur Weihnachtsfeier 1949 konnte von einigen Vereinsmitgliedern das Theaterstück „Der Bergschmied" aufgeführt werden. In beiden Gemeinden stand keine Halle zur Verfügung, so musste in der jeweiligen Volksschule die Vereinsweihnachtsfeiern abgehalten werden.

Anlässlich der Generalversammlung am 16. Januar 1950 wurde mit Karl Schäuffele bereits der dritte 1. Vorsitzende gewählt.

Die Sommerpause im Fußball bot nun auch anderen Sportinteressierten die Möglichkeit, den Sportplatz zu nutzen. So konnten Jugendliche, Erwachsene und Fußballer fleißig Leichtathletikdisziplinen üben. Die Ergebnisse ihrer Bemühungen und Trainingsdisziplinen konnten Nicht-Fußballer dann gleich am 6. August 1950 anlässlich des Sommerfestes testen.

Es fanden Vereinsmeisterschaften in Form eines Dreikampfes statt, welcher in verschiedenen Altersgruppen ausgetragen wurde. Diese Vereinsmeisterschaften waren gleichzeitig der Startschuss für die Leichtathletikabteilung.

Der zwischenzeitlich mit vereinten Kräften ausgebaute Sportplatz mit einer Spielfläche von 60 x 65 m und den terrassenförmig angeordneten Stehwällen konnte uneingeschränkt als wahres Schmuckkästchen bezeichnet werden.

Der erste Höhepunkt im Fußball gelang am 28. Januar 1951, als die erste Mannschaft gegen Friolzheim das Pokalendspiel des Bezirks Enz/Murr mit 1:0 gewann. Ein weiterer Höhepunkt im Jahr 1951 war der Gewinn der Meisterschaft in der B-Klasse.

Am 13. Juli 1951 wurde der Sportplatz festlich eingeweiht.

Von der Gemeinde Hirschanden wurde die beiden ehemaligen Schützenhäuser erworben und so entstand aus beiden neben der Sportanlage ein schlichtes aber ordentliches Vereinsheim, welches weit über Hirschlanden hinaus als „Texas Hütte" bekannt war.

Am 17 . März 1953 trat Richard Ansel als 1. Vorsitzender die Nachfolgen von Karl Schäuffele an.

Mit der Einweihung der Turn- und Festhalle 1954, nach deren Förderer, dem damaligen Bürgermeister Karl Koch, sie wurde später in „Karl-Koch-Halle" benannt, war auch der Grundstein für die Turnabteilung gelegt.

Nach zweijähriger Amtszeit legte Richard Ansel am 22. Januar 1955 den Vorsitz nieder und Robert Schäuffele wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Auch unsere Leichtathleten waren in den Jahren 1954 bis 1957 sehr erfolgreich. Rüdiger Zentgraf wurde im Kugelstoßen Württembergischer Meister, Hede Rentschler und Gisela Maier Bezirks- und Kreismeister im Speer- und Diskuswurf und im Kugelstoßen.

In der Saison 1957/57 gelang unseren Fußballaktiven erneut die Staffelmeisterschaft der C-Klasse des Bezirks Enz/Murr und somit der Aufstieg in die Kreisliga B.

Nachdem in den zurückliegenden Jahren das Wasser für die Duschen jeweils mit Fässern transportiert werden musste, genehmigte die Gemeinde die Verlegung einer Wasserleitung. Die Gräben hierfür wurden von den Vereinsmitgliedern ausgehoben und auch die Rohre wurden selbst verlegt.

Am 25.  Juli 1961 fand zum ersten Mal in Hirschlanden das gaukinderturnfest des Turngaus Leonberg statt. Über 400 Kinder trafen sich zum sportlichen Wettstreiten auf der Sportanlage.

Im Protokoll vom 3. Juni 1961 ist unter Punkt 5 der Sitzung nachzulesen:"Turnen für Jedermann" – einige ältere Mitglieder haben sich zusammengetan, um eine Männerriege zu gründen.

Auch die Fußball AH wird im selben Protokoll erwähnt. Es war eine AH-Mannschaft aufzustellen und ein Werbespiel gegen die Brauerei Wulle durchzuführen. Im darauffolgenden Jahr wurden immerhin 15 Freundschaftsspiele absolviert.

Anlässlich der Generalversammlung am 16. Januar 1965 wird vorgeschlagen, eine Tischtennisabteilung zu gründen, die am 10. März 1965 das Training aufnimmt.

Am 29. April 1964 wird die Vereinsführung von Herrn Bürgermeister Fögen über die Vorplanung einer neuen Sportanlage unterrichtet. Am 19. September 1966 wurde mit den Erdarbeiten begonnen. Während der Bauphase konnten unsere Fußballaktiven den Trainings- und Sportbetrieb auf dem Sportgelände des TSV Heimerdingen abwickeln.

Parallel zum Bau der Sportanlage wird auch der Gebäudekomplex Vereinsheim  und Jugendräume, sowie Dusch- und Umkleidetragt geplant. Am 21. September 1969 fand der Einweihungsakt im Rahmen der 1200-Jahr-Feier der Gemeinde Hirschlanden statt.

Die Sportvereinigung feierte vom 30. Juni bis 10. Juli 1972 ihr 25jähriges Bestehen. Beim großen bunten Abend in der festlich dekorierten Feldscheune von Oskar Linckh wirkten namhafte schwäbische Humoristen, darunter als Höhepunkt Deutschlands Komiker Nr. 1 – Herbert Hisel mit.

Nachdem die Tischtennisabteilung wegen geringer Beteiligung vorläufig geruht hatte, konnte im Juni 1973 der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen werden. Nach der Sommerpaus wurde mit einer Mannschaft am Verbandsspielbetrieb teilgenommen. Bedingt durch erhebliche Mehrkosten beim Bau des Vereinsheimes – hier geht der Chronist nicht näher auf die Gründe ein – verschlechterte sich die Finanzsituation des Vereins Anfang 1973 dramatisch. Zur Sanierung mussten dringend neue Einnahmequellen erschlossen werden.

Die Gründung des Förderkreises, sowie Bandenwerbung rund um das Fußballfeld, wurden als Möglichkeit diskutiert und nach entsprechenden Vorleistungen auch bald realisiert. Nach relativ kurzer Zeit, Ende 1973, waren 135 m Bandenwerbung verpachtet.

In den zurückliegenden Jahren wurde der Rasenplatz sehr stark in Anspruch genommen und dementsprechend strapaziert. Diesen Zustand erkannten auch der damalige Bürgermeister Fögen und sein Gemeinderat. Die Möglichkeit einer Erweiterung war gegeben und sehr schnell konnte das Sportgelände um einen Tennenplatz erweitert werden. Die offizielle Übergabe wurde am 03. November 1974 mit einem Einlagespiel zwischen den Gemeinderäten aus Ditzingen und Hirschlanden vollzogen.

Am 16. November 1976 verstirbt Gerhard Wagner, unser Gründungsmitglied, langjähriger Jugendleiter, Schiedsrichter, Unter- und Platzkassierer, 2. Vorsitzender und Koordinator vieler Veranstaltungen. Als lebendiges Zeichen bleibt uns die Erinnerung an ihn an einen unserer beliebtesten Sportkameraden schlechthin und der nach ihm benannte „Gerhard-Wagner-Raum" im Vereinsheim.

Bereits zum dritten Mal veranstaltete unser Verein am 05. Juni 1977 das Gaukinderturnfest. Wie bei den zurückliegenden Veranstaltungen konnte die Teilnehmerzahl beachtlich gesteigert werden. Konnte die Verköstigung der auswärtigen Kinder bisher noch in Privathauhalten durchgeführt werden, war dies bei 1.500 Jugendlichen nicht mehr möglich. Die Verpflegung übernahm das Technische Hilfswerk. Am Nachmittag fand der, bei Gaukinderturnfesten traditionellen, Festumzugs durch Hirschlandens Straße statt. Ein sportliches Ereignis, das sicherlich vielen der damaligen Jugendlichen und ebenso vielen Hirschlandener und Schöckinger Bürgern, noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Am 20. Oktober 1978 erfolgte die Übergabe der an- und umgebauten „Karl-Koch-Halle". Obwohl das Platzangebot erweitert wurde, bestehen nach wie vor Engpässe im Trainingsbetrieb.

Ein Vorbild für die Jugend.
In der Laudatio – 25 Jahre Vereinsvorstand Robert Schäuffele -,zu dessen Ehren am 12. Dezember 1980 eine Feier im Vereinsheim stattfand, führte der damalige 2. Vorstand, Heinz Lienow, aus: Der Lebensweg dieses Mannes habe die Geschichte des Vereins grundlegend beeinflusst. Zahlreiche Festgäste hatten sich eingefunden, um einen Mann zu ehren, der den Verein mit viel persönlichem Einsatz und Mut, zusammen mit zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, zu dem gemacht hat, was er damals und heute repräsentiert.

Die Jahreshauptversammlung am 13. März 1981 war für die zahlreich erschienen Mitgliedern ein historischer Tag. Eine „Ära Robert" ging zu Ende. Nach nunmehr 31 Jahren – achtunddreißig -, davon 5 Jahren Schriftführer und 26 Jahre 1. Vorsitzender beendete Robert Schäuffele seine offizielle Tätigkeit im Verein. Überörtlich war er im Sportkreis Leonberg, sowie im, durch die Gemeindereform 1975 erforderlichen, umgebildeten Sportkreis Ludwigsburg, wo er als Sozialreferent wirkte wohlbekannt und geachtet. Für seine Verdienste um den Sport wurden ihm Ehrungen des WFV und des WLSB zuteil. 1978 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Am Schluss seiner Ausführungen dankte der scheidende 1. Vorsitzende allen Mitglieder, die ihm in guten und auch in stürmischen Zeiten unterstützt hatten. Seinem Nachfolger möchte er, sofern es dieser wünscht, mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Er kündigte an, dass er eine Vereinschronik schreiben werde über die Jahre 1947 bis 1980, damit auch die neuen Mitglieder einen Einblick in die Vereinsgeschichte erhalten würden. Diese Chronik hat er nicht mehr geschrieben. Er hätte sich jedoch bestimmt sehr darüber gefreut, dass sein Neffe, Siegfried Schäuffele, dies für ihn übernommen hat.

Bei den anschließenden Wahlen wird Herr Alfred Fögen als 1. Vorsitzender gewählt. In seiner Antrittsrede hebt er hervor, dass es nicht mehr viele gibt, die noch aus diesem Holz geschnitzt sind, wie unser Robert Schäuffele. Herr Fögen bedankt sich bei der Versammlung für den Vertrauensbeweis. Er sieht seine vornehmste Aufgabe darin, das Erbe Robert Schäuffeles zu bewahren und zu verzinn. Nach Abschluss der Wahlen wird Robert Schäuffele zum Ehrenvorsitzenden ernannt,

In den zurückliegenden Jahren hatte sich die finanzielle Situation entspannt, jedoch war die Vereinsführung ständig auf der Suche nach neuen Einnahmequellen. Aus dieser Situation heraus kam die Idee auf, in Hirschlanden ein Weinfest abzuhalten. Diese Idee wurde für gut befunden.
Nach langer intensiver Vorbereitung wurde festgelegt, die Karl-Koch-Halle mit Weinlauben auszuschmücken. Das 1. Hirschlander Weinfest fand am 24. und 25. Oktober 1981 statt und wurde unter dem Motto »Streifzug durch Baden-Württembergische Weinbaugebiete« durchgeführt.

Die Veranstaltung war ein riesiger Erfolg und ist vom Hirschlander Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken.
Bei der Jahreshauptversammlung, am 12. März 1982, begrüßte der 1. Vorsitzende, Herr Fögen, zwischenzeitlich als Oberbürgermeister der Stadt Ditzingen gewählt, die anwesenden Mitglieder.

Als besonderer Meilenstein in der Geschichte des Vereins, so führt der Vorsitzende aus, sei der Zugang des 1.000sten Mitglieds im Sportverein festzuhalten. Er beglückwünscht Frau Erika Zeeb aus Schöckingen, und überreicht ihr einen Blumenstrauß.

Am Schluss seiner Ausführungen setzte der 1 . Vorsitzende, Herr Fögen, die Anwesenden in Kenntnis, dass er sein Amt im Vorstand des Vereins, aufgrund seiner neuen beruflichen Tätigkeit als Oberbürgermeister, nach Ablauf seiner Wahlperiode nicht mehr ausüben könne.

Am 1. April 1982 schließt sich die Leichtathletikabteilung der SVGG Hirschlanden der LG Glems an. Bereits Mitglied der LG Glems sind TSF Ditzingen, KSG Gerlingen, TSV Leonberg und TSV Münchingen. Die LG GLems gehört zum Sportkreis Böblingen, Bezirk Nagold. Die Mitglieder haben nun die Möglichkeit, zusätzlich am Training der anderen, angeschlossenen Vereine, teilzunehmen.

Wie bereits im Vorjahr angekündigt, steht der bisherige 1. Vorsitzende, Herr Fögen, nicht mehr zu Verfügung. In der Jahreshauptversammlung am 11. März 1983 wird Siegfried Schäuffele als Nachfolger gewählt. In einer kurzen Ansprache meint der Neugewählte, dass er sicherlich nicht so redegewandt wie sein Vorgänger wäre, jedoch die anfallenden Aufgaben hoffentlich, für alle zufriedenstellend, bewältigen werde.

Um die Bandenwerbung am Sportgelände in steuerlich geordnete Bahnen zu lenken, wird auf Initiative des 2. Vorsitzenden, Heinz Lienow, der bereits ausgearbeitete Verträge vorlegt, am 6. September 1985 eine Werbegesellschaft zur Ausnutzung von Werberechten, gegründet. Die 9 Gesellschafter wählen anschließend einstimmig Herrn Helmut Fütterer zum Geschäftsführer.

Das sportliche Angebot für die Bürger der Ortsteile Hirschlanden und Schöckingen zu ergänzen, war stets das Bemühen der jeweiligen Vereinsführung. In Gesprächen mit skibegeisterten Mitgliedern konnte am 5. Juni 1986, noch vor der anstehenden Wintersaison, eine Skiabteilung ins Leben gerufen werden. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten hat sich die Skiabteilung im Vereinsleben integriert und die zahlreichen Ausfahrten beweisen die Attraktivität der Abteilung eindrucksvoll.

1987 steht dem Verein wiederum ein großes Fest ins Haus. Die Sportvereinigung Hirschlanden-Schöckingen feiert »Schwabengeburtstag«. 40 Jahre ist sie alt.

In der in den Vereinsfarben rot/weiß prächtig geschmückten Karl-Koch-Halle eröffnete die Jugendmusikschule mit dem »Concerto Nr. 2«, von John Baston, den Festabend.

Mit »Musik erfüllt die Welt« stimmte der Liederkranz Hirschlanden die 300 Ehrengäste und Vereinsmitglieder auf den weiteren Abend ein. Nach dem gemeinsamen Essen, das von unserem Mitglied Albrecht Schmidt, ehemals Chefkoch in renommierten Hotels, meisterhaft zubereitet wurde, begrüßte der 1. Vorsitzende, Siegfried Schäuffele, die Gäste. Bei einem Streifzug durch die zurückliegenden Jahre konnte so manche Erinne wieder aufgefrischt werden. Der Vorsitzende wies darauf hin, dass sich die Kreis- und Gemeindereform nicht gerade positiv auf die Vereine auswirkte. Über viele Jahre gewachsene Beziehungen, zwischen den Vereinen, wurden durch die Auflösung verschiedener Sportkreise und Turngaue erheblich beeinträchtigt.

Die Grußworte der Stadt Ditzingen überbrachte der Schirmherr, Oberbürgermeister Alfred Fögen. In seiner Laudatio führte der Oberbürgermeister rückblickend an: »Sportgeist und Tatendrang zeichneten den Verein schon immer aus. 40 Jahre SVGG, das heißt 40 Jahre Vereinsarbeit. 40 Jahre Beitrag zum kulturellen Leben in dieser Stadt. 40 Jahre vorsorgende Gesundheitspflege. Aber auch 40 Jahre Freizeitgestaltung, was gerade in unseren achtziger und neunziger Jahren mehr gewürdigt werden sollte, denn je. Es stelle sich die Aufgabe, mit mehr Freizeit fertig zu werden. Den Einflüssen des Medienzeitalters sei die Jugend unterworfen. Sie könne sich berieseln lassen, ohne dabei aktiv zu werden. Der Verein könne Hilfestellung geben für die jungen Menschen, die hier eine Möglichkeit sehen, kreativ zu wirken. «

»Unsere SVGG hat sich dieser Aufgabe mit großer Bravour entledigt! Der Verein war bei seiner Gründung schon seiner Zeit voraus.«
OB Fögen verwies darauf, dass man damals schon über die Markungsgrenzen hinaus gedacht habe und die Menschen aus diesen beiden Stadtteilen hätten gewusst, dass ein Zusammengehen und Miteinander von größerem Erfolg beschieden sein müsse, als wenn jeder seinen Weg alleine geht.

Nach den anschließenden Ehrungen überbrachten die örtlichen Vereine Glückwünsche und Gastgeschenke. Weitere Liedvorträge des Liederkranzes, sowie ein Vortrag der SVGG-Theatergruppe, bildeten einen nahtlosen Übergang zum Gemütlichen Zusammensein. Eine Fotoausstellung »40 Jahre SVGG«, war ein weiterer Glanzpunkt und trug zu angeregten Diskussionen bei.

Vom Computerzeitalter blieb auch die SVGG nicht verschont. 1988 wurde der erste PC angeschafft. Mitgliederverwaltung, Haushaltsplan und Finanzbuchhaltung, sind zunächst geplant, über den PC abzuwickeln.

Die komplette Überarbeitung der Vereinssatzung lag dem 1. Vorsitzenden schon seit längerer Zeit am Herzen. Es wurde eine neue Satzung, sowie getrennte Ordnungen, erarbeitet.

Bei der Jahreshauptversammlung am 10. März 1989 wird die Satzung von der Versammlung abgesegnet. Außerdem wurden die neuen Ordnungen anerkannt, die für Vorstandschaft und Hauptausschuss den jeweiligen Abteilungen entsprechende Richtlinien vorgeben.

In den zurückliegenden Jahren mussten immer wieder Undichtigkeiten am Flachdach des Vereinsheims ausgebessert wer So stand auch 1989 eine weitere Sanierung an. Um die immer häufiger anfallenden Reparaturen ein für allemal zu beenden, wurde seitens des Vereins vor das Vereinsheim mit einem Giebeldach zu überbauen. In Absprache mit dem Hochbauamt konnte eine annehmbare Lösung gefunden werden. Ein Giebeldach, mit Bitumenschindeln, wurde in Auftrag gegeben, einschließlich Dachverwahrungen, sowie Dachrinnen und Dachentwässerung. Es entstanden Kosten von knapp unter 100.000,- DM. Der Kostenanteil der Stadt Ditzingen mit 28,5%, sowie ein Sonderzuschuss von 5%, ein weiterer Zuschuss vom WLSB und - selbstverständlich - ein Beitrag als Eigenleistung, hatten einen wesentlichen Anteil an der Gesamtfinanzierung. Der Verein konnte somit die restlichen Kosten über den Haushaltsplan finanzieren, ohne ein Darlehen aufzunehmen.

Bei der Jahreshauptversammlung am 9. März 1990 stand, neben den Berichten der Abteilungen, die Leichtathletikjugend im Vordergrund. Neben einer Vielzahl an Kreis- und Bezirksmeisterschaften der weiblichen Jugend B, gewann Ulrike Schlechtweg mehrere Titel auf württembergischer Ebene. Auch Evi Luginsland war in der 4 x 100m-Staffel der LG Glems, die den Titel eines württembergischen Meisters erreichten. Ein erfolgreiches Jahr unserer Leichtathletik-Jugend.

So wie das Sportjahr 1990 beendet wurde, konnten die Erfolge von Ulrike Schlechtweg 1991 nochmals erheblich gesteigert werden. Der Sprung zur weiblichen Jugend A war auch in diesem Jahr kein Hindernis, weitere Meisterschaften 20 zu erringen. Bei den Württembergischen Hallenmeisterschaften in Stuttgart, erzielte Ulrike 5.180 Punkte im Fünfkampf.

3 Kreismeisterschaften im Vierkampf, im Siebenkampf und in 100m Hürden, waren Zwischenstationen für die anstehenden Baden-Württembergischen Meisterschaften am 22. und 23. Juni 1991 in Heilbronn. 1. Platz bei 100m Hürden, 1. Platz im Weitsprung, 1. Platz im Dreisprung und gleichzeitig württembergischer Rekord mit 12, 18m Gesamtlänge.

Der sportliche Höhepunkt waren jedoch die Deutschen Jugendmeisterschaften vom 19. bis 21. Juli 1991 in Berlin. Mit der Deutschen Vizemeisterschaft im Siebenkampf mit 7.447 Punkten erreichte Ulrike Schlechtweg ein super Ergebnis, auf das Ulrike und ihr damaliger Trainer, Herr Werner Nawatzki, mit Recht stolz sein durften I Ein 4. Platz im Dreisprung, sowie ein 6. Platz im Weitsprung rundeten die hervorragenden Leistungen ab.

Anlässlich der Jahreshauptversammlung wurden die herausragenden Platzierungen seitens der Vereinsleitung, nochmals besonders gewürdigt.
Die Jugendarbeit im Verein war stets ein Anliegen der Vereinsführung in den zurückliegenden Jahren. Jugendfreizeiten Im In- und Ausland und die Teilnahme bei Internationalen Fußballjugendturnieren, sind bis heute ein besonderes Erlebnis für unsere Jugendmannschaften. Jedoch auch Zeltlager in der näheren Umgebung werden von unseren Fußballknirpsen gerne angenommen, die Teilnehmerzahle beweisen die gute Resonanz. Dies wiederum veranlasste die Vereinsführung für den Jugendsport den Vereinszuschuss von 3.000,- DM auf 5.000,- DM aufzustocken, um die Jugendarbeit weiterhin intensiv zu fördern und gleichzeitig die Kameradschaft in den Gruppen zu festigen.

An- und Umbauten standen 1991 auf dem Programm. Nachdem der Bierkeller dringend saniert werden musste, war man sich einig, ein schon längeres Anliegen unseres Vereinsheimwirts, Milan Bubic, über dem Bierkeller einen Lagerraum aufzustocken, nachzukommen. Der deplatzierte Grill, auf der Vereinsheimterrasse, konnte bei diesen Umbaumaßnahmen ebenfalls hinter das Vereinsheim verlegt werden, um somit das äußere Erscheinungsbild wesentlich zu verbessern.

Am 8. April 1992 verstarb unser langjähriger 1. Vorsitzender und Ehrenvorsitzender, Robert Schäuffele. Eine große Trauergemeinde hat Abschied genommen. Sein langjähriges Wirken für den Sport und ganz besonders für seine SVGG Hirschlanden-Schöckingen, haben ihn über den Tod hinaus als unseren »Robert« unvergessen gemacht.

Bei der Jahreshauptversammlung am 12. März 1993 kündigt sich ein Wechsel in der Vereinsspitze an. Der 1. Vorsitzende, Siegfried Schäuffele, hat bereits im Hauptausschuss mitgeteilt, dass er für eine weitere Wahlperiode nicht mehr zur Verfügung steht. Bei den anstehenden Wahlen wird jedoch kein Nachfolger gefunden. Der bisherige 1. Vorsitzende erklärt sich bereit, das Amt kommissarisch weiterzuführen.

Im Laufenden Jahr 1993 wird, nach langer Suche, endlich ein Kandidat für den Vorsitz des Vereins gefunden. Die Übernahme des Amtes wird, auf Wunsch des Nachfolgers, auf die im Frühjahr terminier Jahreshauptversammlung verlegt.

Nach 11 Jahren als 1. Vorsitzender, verlässt Siegfried Schäuffele am 11. März 1994 die Kommandobrücke der Sportvereinigung Hirschlanden-Schöckingen.
Dem scheidenden 1. Vorsitzenden wird seitens der öffentlichen Vertreter und der im Amt befindlichen Vorstandschaft, übereinstimmend bestätigt, einen in den Finanzen gesunden und sportlich intakten Verein zu hinterlassen.

Mit ein paar schwäbischen Versen, die Christel Luginsland treffend für den fast »Sportpensionär« vorträgt, geht eine arbeitsintensive Mitarbeit zu Ende.
Bei den anstehenden Neuwahlen wird Hans-Willi Kraft einstimmig zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Viele Glückwünsche begleiten den Frischgewählten in sein verantwortungsvolles Amt.

Der ausgeschiedene Vorsitzende beglückwünscht seinen Nachfolger und führt weiter aus: »Es wird nicht immer 'Glück' sein können, was am heutigen Abend so vielfach gewünscht wird, oftmals und überwiegend werden Situationen und Entwicklungen auftreten, die Arbeit, Energie, Entschlusskraft, Unverdrossenheit, Können und Mut zu Entscheidungen abverlangen. In diesem Sinne viel Erfolg für Hans-Willi Kraft, bei seiner neuen Aufgabe.«

Anfang Januar 1995 wird das sportliche Angebot der SVGG um eine weitere Abteilung ergänzt. Mehrere Interessenten treffen sich in der Karl-Koch-Halle zum Schnupperkurs. Die anwesenden Teilnehmer sind bemüht, eine Tanzabteilung zu gründen. Entsprechend der Regularien wird eine Abteilungsversammlung einberufen und die Abteilungsleitung gewählt.

Die Tanzabteilung ist gegründet.

Das Sportangebot der SVGG expandiert weiter. Eine asiatische Kampfsportart soll es diesmal sein. In Abstimmung mit der Vereinsführung hält die Karateabteilung Einzug im Vereinssport. Bereits Ende 1995 wird die erste Gürtelprüfung abgenommen. Seitens der Abteilung hofft man auf rege Beteiligung, ein stetiges Weiterentwickeln und selbstverständlich auch den sportlichen Erfolg.

Auf Initiative der Stadt Ditzingen findet im Juni 1996 zwischen den Vereinsvorsitzenden der Sportvereine TSF Ditzingen, TSV Heimerdingen und SVGG Hirschlanden-Schöckingen ein Kooperationsgespräch statt. Ziel der Vereine ist das jeweilige Sportprogramm unseren Bürgern und insbesondere auch den Neubürgern, näherzubringen. Zwischenzeitlich konnte die Präsentationsmappe vorgestellt werden.

Sporthallenprobleme und kein Ende, oder doch? Bereits Anfang der 80er Jahre wurden die Engpässe im Hallensportbetrieb immer wieder zur Sprache gebracht. Wie ein roter Faden zog es sich durch die Jahreshauptversammlungen des Vereins. Nun endlich scheint ein Hoffnungs vorhanden.

Die Sportanlage Seehansen soll um 2 Rasenplätze, eine Sportkampfbahn Typ B, sowie einer 2teiligen Sporthalle erweitert werden.

Nach ersten Gesprächen mit der Stadtverwaltung Ditzingen, unter Leitung von Herrn Oberbürgermeister Fögen und dem Hauptausschuss der SVGG, wird nachgedacht, ein neues Vereinsheim, in Anlehnung an die Sporthalle, zu erstellen. Das bestehende Vereinsheim soll als Jugendhaus von der Stadt Ditzingen übernommen werden. Die ersten Vorplanungen wurden vom Gemeinderat bereits beschlossen. Die Mitglieder der SVGG hoffen nun, dass die notwendigen Finanzmittel eingebracht werden können, um den vorgesehenen Zeitplan zu realisieren.


Dies waren die Jahre 50 Jahre Sportvereinigung Hirschlanden-Schöckingen, zusammengetragen von Siegfried Schäuffele.


Die Chronik für die kommenden 25 Jahre werden zusammengetragen und folgende demnächst hier auf dieser Homepage.

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